Mittwoch, 24. September 2008

Selamat pagi!

Hallo ihr Lieben,
ich bin jetzt in Indonesien und habe gerade festgestellt, dass mich diese Dreiviertel Stunde etwa 40 Cent kostet, also benutzt ich das Internet noch ein bisschen mehr ein schreibe hier etwas!

Erstmal: sorry Mama und Nele und Anna, haette ich beim Email schreiben schon gewusst, wie man nachguckt, wieviel man zahlen muss, haett ich euch noch mehr geschrieben, aber ich hab Aussin gerade erst gefragt, weil ich nur 30000 Rupiah mithab und das nur 2 Euro sind, also musste ich ein bisschen auf die Zeit achten.

Und zweitens: ich freu mich ueber Kommentare! Dazu muesst ihr Kommentare anklicken, was immer unter dem jeweiligen Eintrag steht, ist ein bisschen versteckt und doof gemacht!

Also, ich bin Montag Abend zusammen mit Sara nach etwa 24 Stunden Flug mit Flugzeug-Wechsel in Doha und Jakarta und Zwischenstop in Singapur angekommen. Sara ist eine Daenin, die mit mir in das gleiche Projekt geht, dass heisst wir werden beide 9 Monate in Sulursari verbringen und Kindern zwischen 8 und 12 Englisch beibringen. Sulursari ist ein winzig kleines Dorf mit etwa 6000 Einwohnern und ihr koennt euch ja mal einen Spass daraus machen, es bei Google-Maps zu suchen, denn manchmal findet man es und manchmal nicht. Das Dorf ist etwa 2 1\2 Stunden von Semarang entfernt und da wir da einmal im Monat hinmuessen, um unser Visa zu verlaengern, kann ich mindestens einmal im Monat meine Emails nachgucken (aber Sara und ich sind der Meinung, dass wir Sulursari auch oefters verlassen werden... ;-) ).
Momentan sind wir gerade in Ungaran, nachdem wir einen Tag in Semarang waren. Am Flughafen dort wurden wir von Enny und Amel abgeholt, zwei Indonesierinnen, die auch freiwillig bei Dejavato (der indonesischen Organisation) arbeiten. Die sind beide sehr nett und es war auch echt toll, dass man nicht gleich so ganz ploetzlich auf sich allein gestellt ist, weil man hier einfach erdrueckt wird von all den neuen Eindruecken und der Andersartigkeit und von der heiss-schwitzigen Backfisch-Atmosphaere. Hier in Ungaran "betreut" uns jetzt Aussin, die naechsten Monat mit dem gleichen Programm wie ich, also Europaeischer Freiwilligendienst, nach Oesterreich geht fuer 9 Monate. Sie bringt uns Indonesisch bei und das ist sehr lustig, und gluecklicherweise auch recht einfach. Es gibt zum Beispiel keine Zeitformen fuer die Verben, man haengt dann einfach "gestern" oder so an den Satz. Und Auge heisst "makan", wenn man aber "makan-makan" sagt, dann heisst das Spion, sehr lustig, ist mein Lieblingswort bisher, aber so viele kann ich ja auch noch nicht. ;-) Auf jeden Fall ist alles sehr aufregend und spannend, es sind so viele neue Eindruecke, dass man gar nicht alles aufschreiben kann!

Dienstag, 9. September 2008

Es fängt an...


Nachdem ich geschätzte Jahrhunderte gewartet und gewartet habe, kam im Juli endlich eine Antwort von meiner Entsendeorganisation, dem ICJA, - ich werde ab Mitte September für 9 Monate das entzückende Deutschland verlassen und mich ins wunderschöne Indonesien begeben! 

Indonesien liegt direkt über Australien und unter Malaysia, der Äquator teilt es einmal in seiner Mitte und daher ist es das ganze Jahr lang tagsüber durchschnittlich 30° warm - mal schauen, ob ich braungebrannt oder ausgetrocknet wiederkomme. ;-)

Die Wahl fiel eher zufällig auf Indonesien: Als ich vor mehr als einem Jahr mit den Vorbereitungen für einen Freiwilligendienst im Ausland begonnen hab, wollte ich anfangs noch nach Afrika, dann wegen großer Schwierigkeiten, etwas passendes zu finden, nach Island, Schweden, Norwegen oder Dänemark. Da dort aber scheinbar alle Plätze in den Projekten schon Monate vorher vergeben werden, bekam ich nur Absagen. Gleichzeitig hatte ich mich - jetzt kommt's - für einen Europäischen Freiwilligendienst im multilateralen Programm in Asien beworben, was nichts weiter heißt, als dass der Freiwilligendienst auch von der EU gefördert wird, aber nicht in Europa, sondern in Asien stattfindet. Und da das Projekt in Indonesien sich einfach viel besser angehört hat als in meinem Wunschland Indien, hab ich mich einfach für das entschieden!

Laut Beschreibung werde ich dann in einer Schule für sozial benachteiligte Kinder arbeiten, dass heißt, die Lehrer unterstützen, Englisch unterrichten und nachmittags am tollen Extra-Unterricht in Gartenarbeit, Gemüseanpflanzen und Pfadfinderei teilnehmen. Hoffentlich sieht die Arbeit dann direkt vor Ort auch in etwa so wie beschrieben aus, weil ich nämlich wirklich Lust zu all diesem Krams hab!

Momentan warte ich noch ein bisschen weiter: auf mein Visum, auf das Einladungsschreiben für das Vorbereitungsseminar in Berlin, das ja schon in einer Woche ist, auf Samstag und das Abschiedsfest und darauf, dass irgendwer alle Sachen für mich zusammensucht, die ich mitnehmen muss! :-)